28. Februar 2008

Inspirationen und Erkenntnisse

Ich werde oft gefragt, warum ich mich mit den Dingen und Themen beschäftige, die für viele Menschen so fremdartig, unnötig oder einfach nur unangenehm scheinen. Es sind die Themen des Menschseins, von denen ich hier schreibe. Im Allgemeinen die berühmten philosophischen Fragen:

Wer bin ich? Wo gehe ich hin? Was ist der Sinn des Lebens?

Oder konkreter

Was macht mich glücklich? Wer möchte ich sein? Habe ich mich selbst gefunden und wie geht das überhaupt?

Beschäftigt ihr euch auch mit diesen Fragen? Interessanterweise tauchen diese Fragen immer dann im meinem Gedanken auf, wenn ich irgendetwas in meinem Leben entdecke, womit ich unzufrieden bin. Und wenn es mich bedrückt und ich nicht weiß, wie ich da rauskommen kann, dann finden sich diese Fragen wieder.

Ich habe in meinem Leben viele Bücher gelesen und auch in einer schweren Zeit vor ca. 20 Jahren darin Antworten gesucht. Ich fand nicht wirklich das was ich dachte zu suchen. Ich fand was ich wirklich suchen wollte nur dass ich noch nicht davon wusste. Auf der Suche nach der Lösung für meine angeblich unheilbare Krankheit fand ich das große Mysterium des Lebens immer weiter vor mir auffächern. Es war, als würden sich die Wolken mit jedem Tag ein wenig mehr der Sonne weichen und mich wohliger und angenehmer fühlen.

Mein Gott, war das spannend. Eine meiner großen Erkenntnisse in dieser Zeit war diese unendliche Vielfalt an Möglichkeiten und Gelegenheiten, die mir das Leben jeden Tag bietet. Ich konnte plötzlich frei entscheiden, was ich tun wollte und was nicht, als hätte ich die ganze Zeit vorher unsichtbare Fesseln angelegt. In dieser Zeit freute ich mich plötzlich jeden Tag auf die kommende Nacht. Es fühlte sich ungewohnt und eigenartig an. Aber nachts, wenn ich im Bett lag und das Licht ausgeschaltet war, da konnte ich dann in aller Ruhe nachdenken. Für viele Monate dachte ich so jede Nacht einfach nur nach. Wie das klingt. Ich muss mich heute an einen schönen Satz eines guten Freundes erinnern, der von seiner Frau zum Telefon gerufen antwortete: „Sag, ich habe keine Zeit, ich denke nach.“

Ich bezeichne das gerne als „bewusstes Nachdenken“. Bewusst nicht im Sinne der Suche nach einer konkreten Lösung für eine Fragestellung. Nein, ganz anders. Bewusst wollte ich mir beim Nachdenken darüber werden, wie ich nachdenke und was für Muster ich dabei feststellen konnte. Es war unglaublich. Da liegt man nachts im Bett, lässt die Gedanken fließen und plötzlich finde ich mich in einer Entdeckungsreise, wie ich sie noch nicht erlebt hatte. Auch die vielen Bücher, die ich las, ließen mich davon nicht ahnen. Aber auf der anderen Seite war es dann doch die Literatur, die mich überhaupt dazu brachte. Die Nächte waren voller neuer Ideen und Inspirationen.

Es war in dieser Zeit, als ich die Prophezeiungen von Celestine las. Der Roman war für mich der Beginn einer neuen Weltsicht. Und mit der Weltsicht natürlich verbunden ist auch die Sicht der Menschen gegenüber. Es war die totale Inspiration, beinahe wie ein Reset oder ein Recall.

Ich möchte ein konkretes Beispiel nennen, zu welcher Erkenntniss und Inspirationen Celestine mich neben vielen anderen damals führte.

Neugierde statt Angst

Ich war natürlich wie all meine Freunde und Familie um mich herum ganz normal im alltäglichen Trott und es schien mir vollkommen natürlich, sich vor manchen Dingen zu fürchten, sie deshalb zu meiden. Im besonderen sind da die vielen Kontakte des Zwischenmenschlichen, peinliche Situationen, Erwartungen, die ich nicht erfüllen können würde, Situationen voller Leid, das mir unausweichlich schien. Das sind keine angenehmen Empfindungen. Verständlicherweise entstand dadurch auch Angst vor den Momenten der totalen Peinlichkeit oder des Versagens.

Heute habe ich große Freude daran, solchen Situation vollkommen neu zu begegnen. Angenommen ich muss vor einer großen Menschenmenge sprechen und eine Podiumsdiskussion moderieren, habe mich aber schlecht vorbereitet und weiß gar nicht, was ich fragen soll. Schrecklich könnte man meinen. Lampenfieber und Adrenalin gepaart mit Angst wäre früher die typische Reaktion auf eine solch bevorstehende Blamage gewesen.

Heute gehe ich in eine solche Situation voller gespannter Neugierde. Ich bin eigentlich kein so neugieriger Mensch, aber wenn es um Dinge des Menschseins geht, will ich am liebsten alles wissen und erfahren, was ich nur greifen kann. Also gehe ich in die Situation vollkommen entspannt. In meinen Gedanken wuchs ganz leicht von selbst ohne Druck der Satz: „Ich bin ja mal echt gespannt, wie ich das später gemeistert haben werde.“

Und heute kenne ich den entscheidenden Unterschied, der sich durch diese neue Haltung ergab. Es war keine Angst mehr präsent, stattdessen die Neugierde auf das WIE des Meisterns. DASS ich es meistern würde, war plötzlich gar nicht mehr in Frage gestellt. Und tatsächlich: Es war in der Tat immer wunderbar gelaufen und anschließend mit einem Grinsen im Gesicht meine Neugierde befriedigt, wie es dann letzten Endes gelaufen war.

Und so entdeckte ich seit dem Lesen von Celestine immer mehr Bereiche meines Lebens, wo ich die Wahl habe, eine neue Qualität des Seins auszuprobieren. Es ist wunderbar. Diese Entdeckungsreise wird sicher noch mein ganzes Leben so weiter gehen, aber das ist vollkommen in Ordnung, weil es mir Lebensfreude und immer neue Inspirationen schenkt.

Und dann kam die Romanverfilmung in mein Leben, die ich mit Frank zusammen für die Deutschen Leser betreuen darf. Was mich am meisten bewegte, als ich den Film das erste Mal ansah, war die wunderschöne Musik. Ich höre sie heute immer noch gerne und lege mir manchmal die DVD nur der Musik wegen in den DVD Player. Diese Musik von Nuno Malo oder aber auch Musik im Allgemeinen vermag mich in besonderer Weise innerlich weich werden. Dann geht mir das Herz auf und neue Gedanken und Erkenntnisse können mich erreichen, und schon ist der nächste Pfad meiner Entdeckungsreise gefunden, der begangen werden möchte.

Schreibt mir eure Gedanken und Erfahrungen dazu. Welche Erkenntnisse haben euch gefunden? Denkt ihr auch nachts nach? Welche Musik hört ihr, um in die "richtige Stimmung" für Inspiration zu kommen?

Herzlichst

Euer Rainer

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7 Kommentare on Inspirationen und Erkenntnisse »

23. April 2008

Rosemarie Mettel @ 10:35 am:

Ich habe schon vor langen Jahren intensiv mit dem Arbeitsbuch meine Belange bearbeitet und bin nach wie vor begeistert davon und gehe immer wieder erneut die Lektionen durch.
Beim Film kam mir vieles zu kurz, aber die Hauptbotschaft, daß man durch das Halten der positiven Energie für die dunklen Kräfte nicht sichtbar ist wurde wunderbar dargestellt.
Ich persönlich liebe mehr die konkreten Lehren und weniger Geschichten drumrum. Der Roman erschloß sich für mich erst durch das Arbeitsbuch, ansonsten waren die vielen Aktionen dazwischen eher irritierend.
Vielleicht könnte man zu den Lektionen mal mit Beispielen untermalt Filmmaterial herstellen.
Freunde von mir whaben vor lauter Action den Sinn des Filmes erst garnicht verstanden. Erst durch eine Diskussion darüber wurde die Hauptbotschaft begriffen.
In diesem Sinne-weiter so!
Liebe Grüße von Rosemarie

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Gabriele @ 10:46 pm:

Hallo Rainer,

gerade habe ich die Video-Aufnahme von Frank angesehen und Deinen Eintragung gelesen. Ich werde ihm später mitteilen, dass er nett und glaubwürdig rüber kommt.

Nun zu Dir. Es tut gut Deine Geschichte zu lesen.

Jeder hat seine Geschichte und wenn man erst einmal akzeptieren kann, daß man für all das, was passiert und nicht passiert in seiner Geschichte selbst verantwortlich ist (ob es einem paßt oder nicht) kann man sie zu jeder Zeit verändern. Also, wem man die Schuld gibt, gibt man die Macht und nur so kann ich etwas verändern.

Vor allem ist diese Erkenntnis für mich fundamental: wir haben keine andere Verpflichtung im Hiersein, als das Streben nach Glück/Glücklichsein und der persönlichen Weiterentwicklung und uns zu erinnern, wer wir in Wirklichkeit sind. Wir haben das Recht, alles zu haben, was wir uns wünschen, alles zu sein, was immer wir wollen, denn die Natur ist an zufriedenen Menschen interessiert. Um zu erfahren, was wir noch nicht wissen, erleben wir manchmal das Abhandensein des gewünschten Zustandes. Aber: Wenn etwas nicht oder noch nicht sein soll, gibt es noch eine Aufgabe, die zu erledigen ist oder es gibt noch etwas viel Besseres zum Wohle aller Beteiligten. Eine neue positive Erfahrung für mich ist auch, daß ich mir seit einiger Zeit erlaube, nichts mehr zu werten, sondern die Frage stelle, wozu das jetzt gut ist.Ich kann erkennen, daß die Akzeptanz dessen was ist, eine Freiheit gibt und ich gleichzeitig meine Wahl treffen muß. Damit setzt sich der Schöpfungsprozeß in Gang. Was im Film deutlich wird, ist, daß es keine Notwendigkeit gibt, gegen etwas zu kämpfen. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Also konzentriere ich mich auf ein Ziel und das ist auch schon die schwerste Wahl. Die Wahl treffen und sich darauf konzentrieren. Ob es Gesundheit oder Geld oder andere Dinge sind, und wir müssen niemandem etwas wegnehmen, schon gar keine Energie rauben. Es ist alles da; im Überfluß. Der Film selbst verlangt nach einer Fortsetzung.
Ich wünsche mir jedoch mehr Tiefe. Wir haben eine besondere Situation in unserem Zeitalter. Wir erkennen uns selbst besser und besser und sind widersprüchlicher denn je.Als ob wir uns nicht trauen, glücklich zu sein und eine Wahl zu treffen, was wir wirklich wollen. Daß wir selbstbestimmt sein können und das so einfach, ist weder Gotteslästerung noch Energie raubend. Es reduziert sich im Grunde alles auf zwei ursächliche Themen, die in der Wahl Konsequenzen bedeuten: das Motiv der Liebe oder der Angst für eine Handlung. Und hier haben wir sie, die Chance, die Wahl der Liebe zu treffen; angstfrei und offen und zu beobachten, wo einen das Leben hin haben will. Hier kommen wir uns auf die Schliche und uns selbst zurück. Hört man auf sich und das, was man fühlt und nimmt es so an, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, die in diesem Moment zu treffende Wahl für diesen Augenblick richtig zu treffen. Fühl Dich also gut. Das ist das Geheimnis. Es ist der beste Wegweiser und Gradmesser für die Richtigkeit einer Sache in diesem Moment.

Was meinst Du?

Liebe Grüsse

Gabriele

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29. Mai 2008

Frau Paschlompke @ 3:38 pm:

An Frau Rosemarie Mettel:

Ihre Aussage, dass man durch das "Halten positiver Kräfte" für "dunkle Kräfte" nicht sichtbar ist, ist absoluter Humbug, denn ich habe Sie in den Weiten des Internets schon wieder gefunden, hochverehrte Frau Mettel.

Hier noch ein interessanter Link:

http://www.giftspritzer.de/index.php/2006/09/paramartha/

Frau Paschlompke.

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5. Juni 2008

Carsten Reimann @ 10:39 am:

Guten Morgen liebe Gabriele!
Wow,Du hast mir aus der Seele gesprochen,Du hast es in so klaren Worten auf den Punkt gebracht!!
Ich schaffe es meißt nicht mich so klar auszudrücken.
So wie Du es schreibst ist es richtig und entspricht den Naturgesetzen,wie sie Gott(im Sinne von die Energie die alles schuf)festlegte.Auf das, wo DU Deine Aufmerksamkeit richtest,das erschaffst Du,das mit dem guten Gefühl in sich ist sehr machtvoll!
Kennst Du das Buch"The Secret"?Dort wird es auch sehr verständlich auf den Punkt gebracht…kann ich wirklich jedem empfehlen.
Schön,dass es die Prophezeiungen gibt,schön,dass es Dich gibt Gabriele und diese Seiten hier!!!
Ich wünsche euch allen ganz viel Liebe und einen starken Glauben….Carsten

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29. August 2008

tara brigitte @ 1:07 pm:

lieber rainer,
danke dir sehr herzlich für dein so - sein und da - sein:
auch ich habe erkenntnisse, dass vorurteile und falsche glaubensmuster, fatal und lebensverneinend sind.
war lange zeit single, dann nach 5 jahren frankreich zurück in die heimat oberösterreich, via internet einen oberösterreicher kennen gelernt, den ich wegen meiner damaligen vorurteile und falschen glaubensmuster fast abgelehnt hatte….z.b. ich mag keinen bart, ich mag keine kleinen männer, ich mag keine uniformen, usw.
am nächsten morgen sagte mir meine innere stimme, dass es sinnvoll wäre, mal meine vorurteile anzusehen und diesem mann eine chance einzuräumen….so tat ich auch, und heute leben wir seit 3 jahren zusammen und ich weiß inzwischen, dass es mein seelenpartner ist, mit dem ich viele leben verbrachte und außerdem ein universalgenie in jeder hinsicht, genauso einen mann wünschte ich mir und meine alten glaubensmuster, dumme vorurteile hätten mich ganz knapp single oder gar wieder den falschen mann wählen lassen.
siehst du rainer, ich hüte mich vor vorurteilen, vor verurteilungen und löse immer mehr meine alten angelernten glaubensmuster aus…
dir und frank wünsche ich all das was ihr euch erträumt, dass "alles in erfüllung geht" (das ist mein buchtitel)
deine tara brigitte aus eferding in oberösterreich
p.s. ich freue mich schon auf die DVD die ich bestellt habe

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24. November 2008

Tüberahl @ 1:28 am:

Was ist nur los mit der Frau Mettel aus Brenden? Die reagiert ja überhaupt nicht mehr. Wahrscheinlich schon in geistigen Sphären entfleucht…

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1. Dezember 2008

flippinus @ 3:26 pm:

Hilfe!!!
Ich weiss nicht, an wen ich mich wenden soll, wer wird mir so was glauben?
Ich hatte eine Vision gestern abend kurz vor dem Einschlafen.

Es ist nicht einfach, das in Worte zu fassen, ich habe das so gesehen:
Dieser unser Planet hat ein Bewusstsein, er fühlt sich durch irgendetwas derart in seiner Existenz bedroht, das aus dem All auf ihn zukommt, dass er Gegenmaßnahmen unternehmen muss. Zuerst in Form von Pflanzen, um eine Schutzhülle zu erschaffen, die Atmosphäre. Das ist wohl aber nicht stark genug. Deshalb hat er den Menschen dazu gebracht, diese Technik zu erfinden, in den Weltraum vorzustoßen. Wir dienen dabei als „verlängerter Arm“ des Planeten, um diese Bedrohung abzuwenden. Wir werden soweit sein, wenn es soweit ist. Zeit fühlt sich für so einen Planeten sicher anders an als für uns. Aber ich hatte das Gefühl, dass es bald geschieht.

Ist es denn möglich, dass dieser unser Planet ein eigenes Bewusstsein hat, mit dem er uns Menschen beeinflussen kann?
Mit dem er uns Menschen, bzw. alles Lebendige auf diesem Planeten erschaffen hat?
Um sich selbst vor etwas zu schützen, das ihn in seiner Existenz bedroht?

Das macht mir irgendwie Angst. Hat schon mal jemand etwas ähnliches erlebt?
Oder ist es das: alles hängt irgendwie zusammen?

Liebe Grüsse
Anke aus Brake

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